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Frankfurter Rollenpapier-Industrie Jahn oHG

Neubau im Gewerbegebiet
(der Beitrag basiert auf Veröffentlichungen in der Heimatpresse, 2008)

Im Mai will die Firma Frankfurter Rollenpapier die neuen Hallen im Wietzer Gewerbegebiet beziehen.
Im Wietzer Gewerbegebiet tut sich etwas: Die Firma Frankfurter Rollenpapier lässt dort derzeit ihre Betriebserweiterung bauen. Für die beiden großen Hallen ist die Rohbauphase bereits abgeschlossen: Auf 1800 Quadratmetern entsteht ein neues Lager, der Betrieb selbst erhält 1000 Quadratmeter Fläche in einer eigenen Halle. Außerdem sind 200 Quadratmeter für Bürofläche geplant.

Grund für die Baumaßnahme: Im Laufe der Jahre wurde es im jetzigen Betriebssitz zu eng. „Die steigenden Anforderungen und insbesondere die „Just-in-time” Anliefervorgaben der Kunden überstiegen unsere räumlichen Lagerkapazitäten,” führt Ralf Jahn aus.
„Wir stellen Blumenpapier her und bedrucken es”, erläutert er das Firmenziel. Das nassfeste und sehr dünne Spezialpapier wird europaweit vertrieben. Dass Blumenpapier so dünn ist, hat seinen Grund: Die empfindliche Ware lässt sich durch die leichte Handhabbarkeit des Papiers sorgfältig verpacken. Bereits seit 1924 produziert die Firma, zunächst in Frankfurt, Blumenpapier. Zwölf Mitarbeiter sind im Wietzer Betrieb beschäftigt, dessen Hauptgeschäftsführer Ralf Jahn ist.

Blick aus südlicher Richtung Blick aus westlicher Richtung

Die modernen Stahlfertighallen wurden bei der Firma Cornils in Bergen vorgefertigt und innerhalb kurzer Zeit vor Ort errichtet. Die Qualität der Hallen zeichnet sich auch durch eine gute Wärmedämmung aus. Die silberfarbige Aluminiumfassade mit den in FRI-Gelb abgesetzten Rahmen und Kanten geben dem neuen Firmensitz sein markantes Erscheinungsbild.

Im Juli soll der neue Firmensitz in Betrieb genommen werden. Bereits zum 1. August erweitert sich die Belegschaft um 2 weitere Mitarbeiter, einen Auszubildenden zum Fachlagerist und einen zum Maschinenanlagenführer.

"Verstärkt zu produzieren mit dem Ziel, schneller ausliefern zu können, konkurrenzfähig zu bleiben und somit noch zufriedenere Kunden zu behalten und zu gewinnen....”, so bringt die Geschäftsleitung das durch den Neubau anzustrebende Ziel auf den Punkt.

Wietzes Bürgermeister Wolfgang Klußmann freut sich über den Zuwachs im Gewerbegebiet: „Die Ziel-1-Hilfestellung war für die Umsiedlung wichtig”, so Klußmann. Dass sich das Gewerbegebiet entwickelt und nicht mehr wie eine grüne Wiese aussieht, davon verspricht sich der Verwaltungschef neue Impulse für den Verkauf weiterer Flächen. Nicht nur die Gewerbesteuer ist Grund zur Freude.
Wichtig sind dem Verwaltungschef auch Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort, damit die junge Generation nach der Schule in Wietze bleibt.

Blumen-Papierhersteller stellt neue Mitarbeiter ein
("Mein Wietze", CZ-Beilage vom 3.7.2010)

1924 wurde das Unternenmen „Frankfurter Rollenpapier-Industrie” gegründet 1956 kaufte Otto Jahn den Betrieb, der nun unter dem Namen „Frankfurter Rollenpapier-Industrie Otto Jahn” betrieben wurde. Hauptsächlich wurde Rollenpapier und Papiertragetaschen für Textilgeschäfte gefertigt. Die Industrie war ein wichtiger Abnehmer für diese Produkte und auch für Krepppapier, das auf einer Druckmaschine in einer Breite von 150 Zentimetern bedruckt wurde. 1964 wurden die Produktionsräume in Frankfurt zu eng und man bezog neue Betriebsräume in Offenbach am Main.
Eberhard Jahn, der Sohn des Firmengründers, übernahm 1968 in zweiter Generation die Leitung des Unternehmens, das jetzt .,Frankfurter Rollenpapier-Industrie Otto Jahn oHG". kurz „FRI” hieß. Als Firmenlogo wählte man die Konturen der rund 600 Jahre alten Treppengiebelfassade des "Frankfurter Römer", eires der Wahrzeichen der Stadt Frankfurt am Main. Diese "Dreigiebelfront" mit schwarzen Konturen auf gelbem Feld im Firmenlogo ist bis heute das Markenzeichen für FRI-Produkte.

Der Betrieb stellte Blumenverpackungspapier und glasklare Verpackungsfolie her. Dazu kam als weitere Produktlinie eine papierartige Blumenfolie, aus der bedruckte Tragebeutel gefertigt und an viele namhafte Kaufhäuser geliefert wurden. Nach einem verheerenden Feuer musste diese Produktion leider eingestellt werden. Das Know-how und der Kundenstamm wurden dann an ein befreundetes Unternehmen verkauft.

1979 zog Eberhard Jahn mit dem Unternehmen nach Wietze, wo die Firma bis heute ansässig ist. Die Produktion von Blumenseidenpapier und anverwandter Floristenbedarf wurde in den neuen Räumlichkeiten fortgesetzt. Der Umsatz stieg.

Sohn Ralf stieg Ende 2002 stieg als geschäftsführender Gesellschafter in das Unternehmen FRI ein. Für die Platz- und Lagerbedürfnisse der Papierverarbeitung und die dafür notwendigen, moderneren Maschinen wurden auch die jetzigen Räume bald zu klein und man entschloss sich zu einem Neubau. 2008 zog das Unternehmen in das Industriegebiet in Wietze und bezog die 3000 Quadratmeter großen Hallen. Beim Bau spielte Energiebewusstsein eine große Rolle: Der gesamte Komplex wird mit zwei Blockheizkraftwerken beheizt. Der Strom wird an den örtlichen Stromlieferanten verkauft.

In der Druckerei-Abteilung werden Maschinen der modernsten Bauart angeschafft. Die Gesamtkapazität der Maschinen einfasst zwölf Druckwerke mit einer Arbeitsbreite von 75 bis 150 Zentimeter. Weiterhin stehen zwei Umroller zur Verfüiiiing und auf den zwei Beschichtungsanlagen wird das Blumenseidenpapier mit einer dünnen Wachsschlcht überzogen, die das Papier mit einem wasserabweisenden Effekt versehen. Rund 1000 Tonnen Papier werden jährlich produziert.

Insgesamt beschäftigt der Betrieb 16 Mitarbeiter, die bis auf einen alle aus der Gemeinde kommen. Vier Mitarbeiter wurden in diesem Jahr neu eingestellt. „Ziel des Unternehmens ist es, die geschaffenen Kapazitäten voll auszulasten”, erläutert Geschäftsführer Bernd Ludewigs (37). "Die Weichen sind auf Wachstum gestellt."

Das Team