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Wietzenbruch: Wieckenberger Bruch

Das „Wieckenberger Bruch“ – eine unbekannte Perle im Celler Land

(Von Claus Friedrich Schrader, Wietze, Juni 2008)

Für Natur- und Wanderfreunde, Radfahrer oder Reiter, auch aus dem Großraum Hannover, bietet das „Wieckenberger Bruch“ ungeahnte, einem weiten Personenkreis weitgehend unbekannte Freizeitangebote. Angebote, die kostenfrei zur Verfügung stehen und derer man sich nur zu bedienen braucht – vorausgesetzt man kennt sie denn.
Das „Wieckenberger Bruch“ ist in seinem derzeitigen Bestand starken Veränderungen und auch Gefährdungen ausgesetzt. Im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) für den Landkreis Celle vom 16.12.2005 wird dem „Wieckenberger Bruch“ südlich von Wieckenberg bis zur Kreisgrenze zur Region Hannover, der Status als „Vorranggebiet für Natur und Landschaft“ und als „Vorsorgegebiet Erholung“ zugewiesen.
Der § 26 (1) des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes (NNatG) weist diesen Gebieten eine besondere Schutzwürdigkeit zu. Um die Erhaltung sicher zu stellen und zur teilweisen Wiederherstellung dieser Schutzgüter wurde im Juli 2008 im Celler Kreistag ein Antrag zur Ausweisung dieses Gebietes als Landschaftsschutzgebiet (LSG) gestellt.

Landschaftstypische Beschreibung

Das Wieckenberger Bruch am Abend
Das „Wieckenberger Bruch“ ist der Landschaftstyp, der sich als Teil des Celler Moor- und Bruchlandes südlich von Wieckenberg an die den Allerverlauf begleitenden Allerdünen anschließt. Prägender Bestandteil sind hier die Niederungen der Wietze und der Wulbeck. Die heute anzutreffenden Grundwasserstände begünstigen die landwirtschaftliche Nutzung. Die früher vorherrschenden hohen Grundwasserstände sind durch die Entwässerung der Wassergewinnungsanlagen der Stadtwerke Hannover stark abgebaut worden.

Der beschriebene Landschaftsraum befindet sich zum überwiegenden Teil in landwirtschaftlicher Nutzung, die nach Süden hin in zunehmendem Maße in Grünlandbewirtschaftung und kleinflächige Strukturierung mit Hecken und Feldgehölzen über geht. Vereinzelt sind Eichen-Birkenwälder und Erlen- Birkenbrüche eingestreut.
Entlang der Wulbeck hat sich ein Erlensaum erhalten. Der Verlauf der Wietze ist stark ausgebaut und begradigt, der Gehölzbestand ist diesem Ausbau zum Opfer gefallen. Im Südosten schließt sich ein strukturreicher Mischwald auf feuchtem Standort an.

Der Landschaftsrahmenplan des Landkreises Celle von 1991 formuliert das hohe Maß an Schutzwürdigkeit für das Celler Moor- und Bruchland. Dieser Status wird unterstrichen durch das bereits vorhandene Naturschutzgebiet „Hochmoore bei Wieckenberg“ (NSG Lü-177) und das Naturwald-Reservat „Hellern“, das Waldgebiet südlich von Wieckenberg ist unter dem Namen „Hellern bei Wietze" als FFH - Gebiet Nr. 300 ausgewiesen.
Den „Räumenwiesen“ und dem „Bärenbruch“ in den Offengrünlandflächen südlich von Wieckenberg werden im Landschaftsrahmenplan eine ähnlich wichtige Schutzwürdigkeit zugewiesen.

Die Flussauen von Wietze und Wulbeck sind integraler Bestandteil dieser Flächen. Die Wietze und die Wulbeck ab Wieckenberg sind im Niedersächsischen Fließgewässerschutzsystem als Hauptgewässer 1. Priorität verzeichnet. Sie sind ein repräsentativer Fließgewässertyp der naturräumlichen Region Weser – Aller - Flachland. Fließgewässer dieser Ordnung sollen einschließlich ausgewählter Nebengewässer so geschützt und renaturiert werden, dass sich auf der gesamten Fließstrecke die typische Arten und Biotopvielfalt wie unter naturnahen Bedingungen wieder einstellen kann. Als Nebengewässer sind die Wietze sowie der Rixförder Graben im Schutzsystem benannt.

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