Steinförde: Frühgeschichtliches/Namensherkunft

Vermutlich ist der Ort „Steinförde“ aus der Bezeichnung für die Wietzedurchfahrt am Gerichtsstein, der „Steinfuhrt“, entstanden.

985
Grenzbeschreibung zwischen dem Bistum Minden und Bistum Hildesheim: inde in lacum ab occidetalem parte Steinfordi Kiellu.
In deutscher Sprache heißt dies: Die Grenze geht in einen See im Westen von dem Teil Celles, der nach der Steinfurt zu liegt.
Gemeint war der Ort Westercelle. Wir wissen aber nicht einmal genau, ob mit dieser Steinfurt unsere Furt bei Steinförde gemeint ist, noch viel weniger, ob es unser Dorf selbst sein soll. Es gab nämlich früher auch eine Steinfurt dicht bei dem Ort Westercelle.

Um 990
In der "Geschichte der Stadt Celle" bemerkt der Mittelschullehrer Cassel zu Steinförde:
„Einst führte ein uralter Handelsweg von Magdeburg über Kellu (Altencelle) und Nienburg nach dem Zuidersee (Holland). Er berührte Westercelle und querte die Wietze durch die „Steinförde” genannte Furt.

1330
Im Lehnsregister des Bischofs zu Minden werden 2 Höfe in Steinförde erwähnt.

1438
Schatzregister der Großvogtei Celle: Das Dorf Steinförde führt mit Wietze und Wieckenberg zusammen den Namen: Tor Witzenmolen (die alte Wietzer Mühle lag in der Mitte dieser 3 Dörfer). Die hier genannten Besitzer Husteder, Tegelmann, Thomas Bevessen, Verdeke und Langespek könnten aus Steinförde sein.

1511
Schatzregister der Vogedye Wynsen: Dem Ort Steiynforde werden Heynen Gudehuß, Peter Heyer, Thomaß Heyen, Torn Ludecke, Helmecke Volkerß, Berndt Theyß, Ludedeke Tegelmanß zugeordnet.

Paul Borstelmann - Auszug aus seinem Buch »Die Geschichte der Gemeinde Wietze«

Wissenswertes über Wietze: Wietze-Infos.de - Wo sonst?