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Wietze: Frühgeschichtliches/Namensherkunft

Wietze ist als Dorf nicht sehr alt. Die Nachbarorte Steinförde, Hornbostel, Jeversen und Wieckenberg sind älter.

Das Dorf Wietze, anfangs eine kleine Bauernschaft von vielleicht 4 - 5 Hof-SteIlen, taucht erstmals 1220 in alten Chroniken als „witsene“ auf, 1381 als "to der wysene".
Ab 1400 ist dann die Wietzer Mühle wichtiger und die Ansiedlung heißt dann: "tor witzen molen". 1504 wird der Standort der Wietzer Mühle von oberhalb der Wietzebrücke nach Celle "aIre werth" (allerwerts) zum noch heutigen Standort verlegt. Der Erbauer an dieser Stelle ist der Müller Hans Pawels. Er stammte aus der Belser Mühle bei Bergen.

Ab 1600 taucht dann die Ortsbezeichnung "Zur Wietzen" auf, woraus dann der Name Wietze entstand.

Mittelpunkt des alten Ortes Wietze war früher der Dorfplatz: "dei grote Ploan", der heutige Eichenplatz mit der Ölpumpe, genannt "Unter den Eichen".

Der alte "Cellerweg" wie auch der "Nienstedterweg" (heute: Nienburger Str.) sowie der "Poggenpaulsweg" und auch der "Hornbostlerweg" gingen von diesem Platz aus. Die beiden letztgenannten Wege sind erst in jüngerer Zeit verlegt worden.

Ein langgestreckter Dünenzug zwischen Wieckenberg und Wietze mit dem Winterberg, Jägerberg und dem Rathberg als höchste Erhebungen, ist die Ursache dafür, dass der Fluss Wietze nicht auf geradem Weg zur Aller gelangt, sondern in einem großen Bogen nach Osten ausweicht und dabei auch nicht die notwendige Tiefe erreicht, um das aus dem Raum Hannover ankommende Wasser vollständig zur Aller abfließen zu lassen. Dies hat die Bildung des Wietzenbruches mitbedingt.

Der Fluss "Wietze" hieß in alten Zeiten "wikena" und das Wietzenbruch "wikenabroke".

Das im Zusammenhang mit dem Kalilager entdeckte abbauwürdige Eisenerzlager ist wahrscheinlich die Ursache dafür, dass das Grund- und Stauwasser im Wietzenbruch stark eisenhaltig ist und zur Bildung von einzelnen Sumpferzlagern führte.

Dr. Erich Bunke - Auszug aus seinem Buch »Wietze im 20. Jahrhundert«

Wussten Sie schon, dass ein Grenzstreit zwischen Steinförde und Wieckenberg mit dem Sieg der Steinförder endete?