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Holzbach: Novelle (Kurzinfos)

Schuld und Vergebung statt Rache
"Der lange Schatten des Kaminfeuers"
(Von Hans-Jürgen Galisch, CZ, 07.12.2007)

Es ist sein Erstlingswerk: Hermann Holzbach, langjähriger Gemeindedirektor und Bürgermeister der Gemeinde Wietze, hat eine Novelle geschrieben. Es geht um zwei Männer, die ein besonderes Schicksal verbindet, und es geht um das Thema Schuld und Vergebung - statt Rache.

Die Geschichte liest sich wie ein Krimi, und sie ist dennoch kein solcher. Auch kein Roman. Mit seinem spannenden Erstlingswerk „Der lange Schatten des Kaminfeuers” legt Hermann Holzbach eine Novelle vor. Der frühere langjährige Wietzer Gemeindedirektor und Bürgermeister schildert darin das Schicksal zweier deutscher Männer. die es nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihren metallverarbeitenden Industrieunternehmen zu wirtschaftlichem Erfolg und durch soziales Engagement auch zu gesellschaftlichem An-sehen gebracht haben - der eine in Deutschland, der andere in Argentinien.

Beide verbindet mehr, als sie voneinander wissen. Ihr Schicksal erfüllt sich erst, als der argentinische Industrielle Carlos Hausman im Juni 1965 seinen Geschäftspartner Heinrich Eggebrecht in Deutschland besucht. Bislang kannten sie sich nur aus Briefwechseln und gelegentlichen Telefonaten. Für Hausman wird die Begegnung zur seelischen Qual. Denn als Harald Austermann und junges Mitglied der Waffen-SS war er 25 Jahre zuvor an einem Verbrechen beteiligt gewesen. welches das Leben von Heinrich Eggebrecht einschneidend veränderte. Die Nazi-Schergen hatten Eggebrechts Ehefrau in den Tod getrieben - im Wohnzimmer, am brennenden Kaminfeuer.

Soll er schießen und sich rächen für den brutalen Tod seiner Frau, 25 Jahre nach der Tat? Zweimal hat er die Finger am Abzug seiner Pistole in der Tasche seines Jacketts, als ihm klar wird, mit wem er es hier zu tun hat. Eggebrecht kann es nicht, und er drückt nicht ab. Als gläubiger und tätiger Christ erinnert er sich an das Bibelwort aus dem Alten Testament: „Mein ist die Rache, spricht Gott.”

Der heute 65-jährige Holzbach sagt, er habe schon früher gern Novellen gelesen. Hintergrund für sein eigenes Werk ist die Ballade „Die Füße im Feuer” des Schweizers Conrad Ferdinand Meyer (1852-1898). Der gelernte Verwaltungsfachmann wählte Schuld und Vergebung, nicht Rache als Thema. Er hat daraus eine packende Geschichte gemacht, die zu lesen sich lohnt. Der Leser wird hineingezogen in das zum Teil dramatische Geschehen, als wäre er selbst dabei gewesen.

Hermann Holzbachs Novelle „Der lange Schatten des Kaminfeuers” ist als Taschenbuch (148 Seiten) im österreichischen Verlag „edition nove” erschienen. Es kostet 15,50 Euro.

Packende wie traurige und hintergründige Geschichte: Wietzes früherer langjähriger Gemeindedirektor und Bürgermeister Hermann Holzbach hat eine Novelle verfasst.
Foto. Müller

Dazu 2 Rezensionen auf der Internet-Seite des Online-Buchhändlers Amazon.de:

Petra Fiebelkorn (Hannover)
Das Erstlingswerk von Herrn Holzbach schildert eindrücklich und packend ein Verbrechen aus der Kriegszeit, das die Zukunft aller Beteiligten ein ganzes Leben überschattet.
Die Vergebung einer solch großen Schuld ist rein menschlich gesehen unmöglich und doch für beide beteiligten Parteien lebensnotwendig. Wie hätten wir reagiert? Wie kleinlich gehen wir in unserem Leben mit Vergebung um (oft sind es nur Kleinigkeiten, die unseren Zorn für lange Zeit nähren).
Diese Novelle regt zum Nachdenken und zu tiefgreifenden Gesprächen an.
Ich warte gespannt auf das nächste Buch von Herrn Holzbach.

Bernd Friedrich
Eine sehr spannende und fesselnde Handlung! Sehr zu empfehlen! Ich bin sicher, dass von dem zur Zeit noch unbekannten Autoren Hermann Holzbach bald noch mehr mitreißende Bücher folgen werden! Dieses Buch ist so realistisch und fließend geschrieben, dass man gar nicht mehr aufhören kann. Der Inhalt ist sehr hintergründig und soll zum Nachdenken anregen! Eine traurige und doch zugleich sehr packende Geschichte über Schuld und Vergebung!
Eine wirklich lohnende Investition!

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