Wussten Sie schon, dass einige Hornbosteler Schulkinder früher einen erheblich kürzeren Schulweg hatten - die Schule lag dort, wo heute die ev. Kirche steht - als beispielsweise die Kinder unserer Wietzer Bauern? (mehr)

Jeversen: Frühgeschichtliches/Namensherkunft

Jeversen ist zweifellos die älteste Ortschaft der Gemeinde Wietze.
Es wird bereits um 970 (Geveringa) bei der Grenzziehung zwischen den Bistümern Hildesheim und Minden erwähnt. Da ist von einem Weg die Rede, der von Hannover durch das Hellbruch nach Jeversen führte, von dem Geveringaweg (Geveringa viam), dem Weg der Geveringe, einer Sippe, die dem Ort den Namen gab: Geveringahusen.
Auch in einem alten Lehnsregister von 1330 kehrt die Form Geversen wieder. Damals haben „Herr Hugh und her johan von escherte einen hof to geversen” erhalten. Doch schon zwei Jahre später tritt Johann von Escherte den Jeverser Hof wieder an den Herzog von Braunschweig ab.
Noch im Schatzregister von 1438 finden wir die alte Ortsbezeichnung: To Geversen. Sie deutet darauf hin, dass Jeversen eine sehr frühe Siedlung gewesen sein muss.

In seiner Anlage weicht es insofern von allen anderen Orten unseres Kreisgebietes ab, als es sich nicht um einen Dorfplatz rundet, sondern sich in einem leichten Bogen gegen die Aller, gegen die „Seewiesen” öffnet. Bezeichnend ist die Lage der alten Bauernhäuser. Sie liegen so, dass der Blick durch die Fenster der Wohnräume stets auf die Seewiesen gelenkt wird, gleich nach welcher Himmelsrichtung.
Das alles erklärt sich aus der Tatsache, dass das Dorf Jeversen einst unmittelbar an der Aller lag. Der Fluss hat später mehrfach seinen Lauf gewechselt. Zurück blieb ein toter Allerarm, der sich - wenige Meter von den Höfen entfernt - in seiner ganzen Länge über die Siedlung erstreckte und im Laufe der Zeit zu einem Ärgernis für das Dorf wurde (siehe "Jeverser Seewiesen").

Paul Borstelmann - Auszug aus seinem Buch »Die Geschichte der Gemeinde Wietze«

Wissenswertes über Wietze: Wietze-Infos.de - Wo sonst?