Wussten Sie schon, wann die Gemeinden im Raum Wietze zusammenlegt wurden?

Allertalbahn: Rückbau

Rückbau der Strecke Celle - Wietze

Im Zuge der Konzentration und Rationalisierung der Verkehrsbedienung durch die Deutsche Bundesbahn ist bereits im Sommer 82 beim Nds. Minister für Wirtschaft und Verkehr die Mitteilung ergangen, dass die Nebenteilstrecke von Wietzenbruch bis Wietze stillgelegt werden soll.

Die Gemeinde Wietze hat sich zusammen mit den Gemeinden Winsen und Hambühren und dem LK Celle jetzt mit allem Nachdruck gegen diese Absicht gewandt, weil wir die Offenhaltung dieses Streckenabschnittes mindestens im bisherigen Umfang für dringend erforderlich halten. In der Begründung haben wir vor allem angeführt, dass im Bereich des jeweiligen örtlichen Streckenabschnittes nach langjähriger Planung Gewerbegebiete mit Bahnanschluss ausgewiesen werden konnten. So wurden in diesen Gebieten zum Teil erhebliche Investitionen in Gestalt von Versorgungseinrichtungen und Straßenbau getätigt.

Von besoderer Bedeutung ist auch, dass in Winsen und Wietze häufig Bereitstellungen von Bundeswehreinheiten mit schwerem Material erfolgen, die per Bahn für Manöver mit Flussübergangsübungen an der Aller anreisen. Beim Wegfall dieser Verlademöglichkeiten bis in die unmittelbare Nähe dieser Übungsräume, müssten diese Einheiten der Bundeswehr verstärkt auf die Straßen ausweichen und hier Behinderungen und Gefährdungen im Verkehr hervorrufen.

Leider blieben unsere Eingaben unbeachtet!

1985 - 82 Jahre nach der Eröffnung - wird die Bundesbahnstrecke von Celle nach Wietze endgültig stillgelegt und auch wenig später zurückgebaut. Als Ausgleich wird uns in Aussicht gestellt, dass unsere Anbindung an die Autobahn weiter verbessert werden soll, indem der Einmündungsbereich zwischen Marklendorf und Buchholz verbessert wird und die Bundesstraße 214 bis Wietze auf 7 m verbreitert wird.

Fotos von der letzten Bahnfahrt 1985 (Wietze - Walkenried)

Der Rückbau beginnt

2009: Das ist von der Bahnbrücke über die Wietze übriggblieben

Dr. Erich Bunke - Auszug aus seinem Buch »Wietze im 20. Jahrhundert«

Wietze hat Energie und hier zu leben, ist goldrichtig!